Leitfaden zur Ladeplanung

Paletten im 20-Fuß-Kühlcontainer: den nutzbaren Raum prüfen

Kühlcontainerdaten getrennt vom Trocken-Preset verwenden, acht Euro-Bodenpositionen nachrechnen und Innenhöhe, Ladehöhe sowie Luftführungsanforderungen unterscheiden.

Geprüft: 1. Oktober 2026

Eine gekühlte Sendung mit dem richtigen Datensatz beginnen

Acht gepackte Europaletten sollen in einem 20-Fuß-Kühlcontainer versandt werden. Die Frage, ob sie Platz finden, lässt sich nicht mit dem vertrauten Trockencontainer-Richtwert beantworten. Isolierung, Kühlanlage und Bauart verändern den Raum. Zusätzlich benötigt die Temperaturführung produktspezifische und ausrüstungsspezifische Vorgaben, die eine Bodenzeichnung nicht liefern kann. Beginnen Sie mit dem vollständigen Kühlcontainertyp, den fertigen Ladehüllen und den akzeptierten Ladeanweisungen. Erst dann wird die rechteckige Geometrie zu einem sinnvollen Teil der Planung.

Dieser Ratgeber nutzt zwei veröffentlichte Flottenbeispiele. Die Hapag-Lloyd-Innentabelle nennt 5450 × 2280 × 2159 mm. CMA CGM nennt 5456 × 2294 × 2273 mm und behandelt zusätzlich eine nutzbare Ladehöhe. Das sind vollständige Datensätze verschiedener Beispiele. Die längste Angabe aus einem und die höchste aus dem anderen zusammenzusetzen würde einen synthetischen Container beschreiben. Solange noch keine Einheit zugewiesen ist, kennzeichnen Sie den gewählten Datensatz als Vergleichsbasis und aktualisieren ihn vor der endgültigen Entscheidung.

Acht Positionen mit einfacher Rasterrechnung zeigen

Auf der Hapag-Lloyd-Beispielfläche von 5450 × 2280 mm passen bei einer Euro-Grundfläche von 1200 × 800 mm vier Positionen längs und zwei quer. Viermal 1200 mm ergeben 4800 mm; zweimal 800 mm ergeben 1600 mm. Das unveränderte Raster enthält damit acht Rechtecke. Vor zusätzlichen Abständen bleiben 650 mm in der Länge und 680 mm in der Breite. Diese Reste gehören zu genau dieser Konstruktion. Die Rechnung behauptet kein allgemeines Maximum für alle Kühlcontainer und bewertet keine Luftführung.

Das vollständig gedrehte Raster enthält sechs 800-mm-Positionen längs und eine 1200-mm-Position quer, also sechs. Eine gemischte Suche kann von beiden Rastern abweichen. Die reine Flächenobergrenze beträgt abgerundet 5450 × 2280 / 960000 = zwölf. Sie liefert aber keine zwölf Koordinaten und ersetzt keine Packung. Kühlspezifische reservierte Bereiche können die nutzbare Fläche zusätzlich verändern. Zeichnen Sie diese Anforderungen ausdrücklich ein, bevor Sie eine größere geometrisch gefundene Anzahl als räumlichen Vorschlag bewerten.

Drei Ausrüstungsdatensätze getrennt halten
DatensatzInnenmaßeTüröffnung
Hapag-Lloyd 20-Fuß-Reefer5450 × 2280 × 2159 mm2290 × 2264 mm
CMA CGM 20-Fuß-Reefer5456 × 2294 × 2273 mm2290 × 2264 mm
Historisches trockenes Preset5898 × 2352 × 2393 mm2340 × 2280 mm

Ein ausdrücklich vereinbartes Raster mit Freiräumen prüfen

Für einen separaten geometrischen Vergleich bleiben die vier Längspositionen und zwei Querpositionen bestehen. Als rein hypothetische Anforderungen seien 20 mm zwischen benachbarten Paletten und 50 mm Randfreiraum auf allen Seiten genannt. Die vier Positionen benötigen 4 × 1200 + 3 × 20 = 4860 mm Länge. Die zwei Querpositionen benötigen 1620 mm Breite. Nach dem Randabzug stehen 5350 × 2180 mm zur Verfügung. Das beschriebene Raster passt weiterhin und lässt 490 mm beziehungsweise 560 mm vor weiterer Aufteilung.

Diese Richtungsreste dürfen nicht zu einer universellen Reserve zusammengefasst werden. Ein verbleibender Längsstreifen löst keine Anforderung an eine bestimmte Luftführung auf der anderen Seite. Eine genaue räumliche Vorgabe kann auch in einem ansonsten freien Bereich liegen. Bewahren Sie deshalb die konkrete Konstruktion und die Quelle der Anforderung zusammen auf. Die Rechnung bestätigt nur die ausdrücklich eingegebenen räumlichen Abmessungen. Sie beweist keine thermische Wirkung dieser beispielhaften Abstände und ersetzt keine Ladungslinie.

Wenn der Auftrag trotz einer gleichen Acht-Platz-Anzahl in einer anderen Bauart verschickt wird, vergleichen Sie auch die Einzelhöhen und die Türen erneut. Ein unveränderter Zählwert ist kein Nachweis, dass alle übrigen Reservierungen erhalten geblieben sind. Verwenden Sie für den bestätigten Plan die tatsächliche Einheitskennung statt nur der Angabe „20 Fuß“.

Eine höhere Tür hebt die Innenbegrenzung nicht auf

Im Hapag-Lloyd-Beispiel ist die veröffentlichte Türhöhe von 2264 mm größer als die veröffentlichte Innenhöhe von 2159 mm. Auch die Türbreite ist dort anders als die Innenbreite. Diese Angaben werden hier unverändert wiedergegeben. Eine 2200 mm hohe Ladeeinheit liegt unter der Türhöhe, aber 41 mm über der Innentabelle. Die positive Türdifferenz reicht daher nicht für eine passende Raumprüfung. Bitten Sie die Reederei um Klarstellung der Bezugsflächen und um die akzeptierte Spezifikation Ihrer Einheit, statt die größere Zahl als freien Laderaum auszulegen.

Unterscheiden Sie Öffnung, baulichen Innenraum und eine gegebenenfalls vorgeschriebene Ladungslinie. Eine Ladungslinie kann eine andere Grenze als das Dach beschreiben. Welche davon für die Ware gilt, wird nicht aus dem Bodenresultat ermittelt. Prüfen Sie die vollständige Höhe einschließlich Basis, oberer Abdeckung und Verpackung. Die erforderliche Bewegungsfreiheit beim Einfahren ist ebenfalls eine eigene Frage. Eine rechnerisch freie Höhe wird durch dieses Werkzeug nicht zu einer empfohlenen Arbeitsreserve oder zu einer thermischen Freigabe.

Eine bestätigte Ladungsgrenze in ganze Lagen übersetzen

Als ausdrückliche Hypothese sei eine maximale Gesamtladehöhe von 2000 mm bereits vereinbart. Auf einer 144 mm hohen Basis erlauben 250 mm hohe Kartons abgerundet (2000 − 144) / 250 = sieben vollständige Lagen. Diese stehen rechnerisch 1894 mm hoch. Acht würden 2144 mm benötigen. Der Wert 2000 mm ist hier ein Beispielinput und keine allgemeine Regel für Kühlcontainer. Zusätzliche Zwischenlagen oder obere Schutzmaterialien müssen in die physische Höhenrechnung aufgenommen werden.

Der TI-HI-Rechner kann eine solche bestätigte Gesamthöhengrenze gemeinsam mit Gewicht anwenden. Bei Brutto werden Paletteneigengewicht und zusätzliche Verpackung mitgerechnet; eine Nutzlastgrenze bezieht sich im Rechenkern auf die Kartonmasse. Prüfen Sie, ob diese Definitionen zu Ihrer Vorgabe passen. Der Basisrechner entfernt bei einer Gewichtsüberschreitung keine Lage. Seine Warnung ist Anlass zur Überprüfung, kein stillschweigend korrigierter Stapel. Ohne Gesamthöhenangabe leitet die deutsche Oberfläche kein HI ab.

Die Luftführungsanforderung vor der Raumoptimierung festlegen

Die Boden-Engine kennt weder Zuluft noch Rückluft, Produkttemperatur, Feuchtigkeit oder Verpackungsbelüftung. Sie platziert identische rechteckige Grundflächen. Ein hoher Flächenbelegungswert zeigt nicht, ob die Ware ausreichend gekühlt wird. Holen Sie die für Produkt und Ausrüstung geltenden Vorgaben bei der zuständigen Stelle ein. Erst eine konkrete räumliche Anforderung lässt sich gegebenenfalls als Abstand, ausgeschlossener Bereich oder Höhenbegrenzung in eine Geometrieprüfung übertragen. Das Werkzeug berechnet nicht die fachlich richtige Größe dieser Vorgabe.

Der Palettenabstand schafft Raum zwischen benachbarten Rechtecken, der Wandabstand entfernt einen gleichmäßigen Streifen an allen vier Seiten. Ein gezielter Kanal oder ein nur an einer Seite ausgeschlossener Bereich ist damit nicht immer exakt darstellbar. Dokumentieren Sie jede rechteckige Annäherung. Wenn eine wichtige Führung, ein Hindernis oder die Ladeanweisung dadurch verloren geht, benötigen Sie eine gesonderte Zeichnung. Ein beliebiger Abstand von beispielsweise zwanzig Millimetern ist keine allgemeine Kühlanweisung und beweist keine Temperaturstabilität.

Die acht Paletten aus der wirklichen Auftragsmenge ableiten

Bei 315 Kartons und einer bestätigten Kapazität von vierzig je voller Palette werden aufgerundet acht Paletten benötigt. Sieben tragen vierzig Kartons, die letzte 35. Bleibt ihre Grundfläche gleich, benötigt jede eine Bodenposition, obwohl Masse oder Höhe verschieden sein können. Der Bodenplan erhält keine Auftragsmenge und weiß nichts von dieser Restpalette. Führen Sie deshalb eine Ladungsliste mit tatsächlicher Stückzahl, Brutto und Außenmaßen. Eine niedrigere Restpalette erhöht nicht automatisch die Zahl verfügbarer Bodenplätze.

Wird eine nominelle Euro-Ladung nach dem Verpacken 1230 × 830 mm groß, passt das einfache Raster im Beispiel weiterhin viermal längs und zweimal quer. Es belegt nun aber 4920 × 1660 mm statt 4800 × 1600 mm. Eine gleiche Anzahl verdeckt damit geänderte Restbereiche. Verwenden Sie das gemessene Rechteck, auch wenn die Ausgabe gleich aussieht. Der Volumenrechner nimmt fertige Außenmaße direkt entgegen; der Gewichtsrechner hält Gruppen und Restmengen getrennt.

Eingaberekord für den Reefer-Vergleich

Der angepasste Bodenvergleich ersetzt das trockene Preset vollständig durch das Hapag-Lloyd-Beispiel. Bewahren Sie die einfache Acht-Platz-Rechnung neben dem gemischten Suchresultat auf. Ergänzen Sie dessen Status, Koordinaten, Einheitkennung, Quellenstand, tatsächliche Ladehüllen und bestätigte Reservierungen. Null Abstand ist hier nur eine Vergleichsannahme.

Die Primärquellen sind Hapag-Lloyds 20-Fuß-Reefer und CMA CGMs Ausrüstungstabellen. Beide beschreiben Beispiele einer Flotte. Ein benutzerdefinierter Reefer wird nicht automatisch von den bestätigten Trockencontainer-Testfällen abgedeckt. „Bestes gefundenes Ergebnis“ bleibt eine Aussage über die endliche Suche. Payload, Bodenauflage, Sicherung und Temperaturführung sind eigene Prüfpunkte im vollständigen ausrüstungsspezifischen Datensatz.

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