Weniger Paletten ist zunächst eine Mengenfrage
Eine fiktive Nachschubplanung will für 68 gleiche Kartons Bodenplätze reservieren. Ein gemischtes Lagenbild könnte einen Ladungsträger einsparen, verändert aber auch die Ausrichtung und die Menge auf der letzten Palette. Die Entscheidung lautet deshalb nicht nur, welche Lage mehr Kartons enthält, sondern ob sie zur vorgesehenen Annahme und Entnahme passt. Dieser Fall verwendet erfundene Verpackungs-, Gewichts- und Auftragswerte. Er berichtet kein Filialprojekt und liefert keine allgemeine Vorgabe für den Handel.
Jeder Karton misst 600 × 400 × 250 mm und wiegt 8 kg. Die bereitgestellte Palette hat 1200 × 1000 mm Fläche, 144 mm Basis und 28 kg Eigengewicht. Weitere Materialien wiegen 2 kg je Palette. Als Gesamthöhe werden 1200 mm angenommen. Zusätzliche Karton- und Randabstände sind null. Eine Tragfähigkeit oder erlaubte Stapelfestigkeit wird aus diesen Angaben nicht abgeleitet. Die Beispielpalette wird durch ihre eingegebenen Maße beschrieben, nicht automatisch als bestimmte EPAL-Bauart erklärt.
Einheitliches Raster und gemischte Konstruktion vergleichen
Variante A wählt Uniform im Konfigurator. Zwei 600-mm-Seiten passen längs, zwei 400-mm-Seiten quer: vier Kartons je Lage. Vollständig gedreht passen drei längs und einer quer, also drei. Das größere gleichmäßige Raster enthält vier. Variante B wählt Mixed. Drei gedrehte Kartons füllen einen 600 mm tiefen Streifen, zwei unveränderte den restlichen 400-mm-Streifen. Diese fünf Rechtecke passen ohne Überlappung und ohne Überstand.
Fünf Kartons mit je 240000 mm² ergeben exakt 1200000 mm², die ganze Palettenfläche. Die gültige Fünferlage erreicht damit die Flächenobergrenze und wird von der Engine als optimal bestätigt. Die Viererzahl von A ist die Lösung eines eingeschränkten Rastervergleichs und behauptet nicht, dass fünf generell unmöglich wären. Behalten Sie die Null-Abstands-Annahme im gesamten Vergleich sichtbar. Die dichte Konstruktion enthält keine zusätzlichen Freiräume, nur weil die Zeichnung auf einem Bildschirm verkleinert erscheint.
| Kennzahl | A: einheitlich | B: gemischt |
|---|---|---|
| TI | 4 | 5 |
| HI bei 1200 mm Gesamthöhe | 4 | 4 |
| Volle Kapazität | 16 | 20 |
| Volle Höhe | 1144 mm | 1144 mm |
| Brutto einer vollen Palette | 158 kg | 190 kg |
| Verteilung von 68 Kartons | 16 + 16 + 16 + 16 + 4 | 20 + 20 + 20 + 8 |
| Paletten / Sendungsbrutto | 5 / 694 kg | 4 / 664 kg |
Die Höhe und Auftragsteilung unabhängig rechnen
Nach der Basis bleiben 1200 − 144 = 1056 mm für Kartons. Vier ganze Lagen zu 250 mm passen; ihre Gesamthöhe beträgt 1144 mm. A enthält damit sechzehn Kartons je vollständiger Palette, B zwanzig. Die übrigen 56 mm erlauben keine weitere vollständige Lage. Zwischenlagen und Abdeckungen wurden nicht als Stärke eingegeben. Wenn sie erforderlich sind, muss die physische Höhenrechnung ergänzt werden, bevor die komplette Spezifikation verwendet wird.
Bei Kapazität sechzehn werden aufgerundet fünf Paletten gebraucht: vier volle und eine mit vier Kartons. Bei Kapazität zwanzig werden vier gebraucht: drei volle und eine mit acht. B spart in diesem konkreten Auftrag einen Bodenplatz, verdoppelt aber die Restmenge. Eine kleinere Palettenzahl bedeutet daher nicht, dass die letzte Bearbeitungsgruppe kleiner ist. Die tatsächliche Menge und die gewählte vollständige Kapazität müssen zusammen im Wareneingangsdatensatz bleiben.
Der Restpalette ein eigenes Gewicht geben
Eine volle A-Palette wiegt 16 × 8 + 28 + 2 = 158 kg. Ihre Viererrestpalette wiegt 62 kg. Vier volle und die letzte ergeben 694 kg. Eine volle B-Palette wiegt 190 kg, die Achterrestpalette 94 kg. Dreimal 190 plus 94 ergibt 664 kg. In beiden Fällen gibt es 544 kg gepackte Kartons. Die 30 kg Unterschied stammen genau vom in B eingesparten Ladungsträger samt konstanten Zusatzmaterialien.
Dieser Fall enthält keine Gewichtsgrenze; das berechnete Brutto ist daher kein bestandener Kapazitätsnachweis. Acht Restkartons benötigen mindestens zwei Lagen, wenn höchstens fünf je Lage verwendet werden. Daraus folgt aber noch keine bestätigte Teilanordnung oder fertige Höhe. Erfassen Sie den physischen Restaufbau separat. Für Versanddaten werden weder alle Paletten als voll angenommen noch deren Höhe aus einer gerundeten Palettenzahl abgeleitet.
Die Ausrichtung an der Annahme der Ware prüfen
In einer gemischten Lage können Etiketten auf unterschiedliche Seiten zeigen. Die Engine weiß nicht, wo ein Barcode aufgedruckt ist oder von wo er gescannt werden soll. Muss jede Kennzeichnung in eine Richtung zeigen, kann die geometrisch passende Fünferlage ungeeignet sein. Besprechen Sie die tatsächliche Anforderung und betrachten Sie die Kartons in der Zeichnung einzeln. Ein optisch attraktiver Verbund bestätigt weder schnelleres Scannen noch bessere Festigkeit.
Der Fall gilt für einen Artikel mit identischen Außenmaßen. Verschiedene Artikel dürfen nicht durch durchschnittliche Länge und Breite ersetzt werden. Gruppieren Sie die tatsächlichen Einheiten und halten Sie Artikel- und Filialdaten in Ihrem internen Record. Öffentliche Berechnungslinks benötigen nur die Maße und Gewichte zur Reproduktion. Sie sind kein geeigneter Speicher für Kundenkennungen, Bestellnummern oder einen vollständigen Warenkorb.
Auch die Entnahmereihenfolge ist ein eigener Vorgang. Wird die Ware im Wareneingang einseitig abgenommen, entsteht zwischenzeitlich eine andere Struktur als die vollständige Lage. Das Modell prüft keine Stabilität dieser Zwischenzustände. Auflage, Verpackungsdruckfestigkeit und Sicherung müssen zu den tatsächlich vorgesehenen Abläufen passen. Die gleiche Endlage kann bei zwei verschiedenen Annahmeprozessen andere praktische Folgen haben, obwohl ihre TI-Zahl identisch bleibt.
Eine Änderung in den richtigen Größen nachrechnen
Die Fünferkonstruktion hat keine freie Fläche. Größere gefüllte Kartons, zusätzliche Zwischenräume oder Randfreiraum verlangen eine neue Suche. Zeichnen Sie nicht einfach einen Abstand in die alte Koordinatenliste ein. Auch die Anforderung nach ausschließlich einheitlicher Orientierung kann TI ändern, ohne dass die Palette größer oder kleiner wird. Solche Änderungen sind sprunghaft. Ein kleiner prozentualer Effizienzabschlag beschreibt nicht, welcher Karton tatsächlich entfallen muss.
Der TI-HI-Rechner kann bei bestätigten Grenzen eine gewählte Lage mit Höhe und Gewicht verbinden. Kontrollieren Sie dort Mixed oder Uniform, da die aktive Auswahl alle Folgerechnungen bestimmt. Der Basisrechner prüft Gewicht separat und verkleinert HI nicht automatisch. Der Volumenrechner erfasst dagegen die gemessene Ladehülle. Keine dieser Zahlen bestätigt allein, ob der Wareneingang die neue Ausrichtung bevorzugt.
Den gemischten B-Plan reproduzieren
Öffnen Sie den Fünferlagen-Fall und vergleichen Sie Uniform bei gleichen Maßen. Der B-Auftragsrekord ergibt 190, 190, 190 und 94 kg. Speichern Sie TI 5, geometrischen Optimalitätsstatus, HI 4, Kapazität 20, Koordinaten sowie offene Angaben zu Etiketten, Verpackung und Restpalette.
Die vorläufige Entscheidung lässt sich damit konkret bewerten: ein Bodenplatz weniger, eine größere Restgruppe und eine andere Orientierung. Ob das für den vorgesehenen Ablauf günstiger ist, muss anhand echter lokaler Anforderungen entschieden werden. Sobald das physische Muster angenommen wird, bewahren Sie seine Version mit dem Zahlenrekord auf. So wechseln spätere Nachschubaufträge nicht unbemerkt zwischen der Vierer- und Fünferannahme.